Wiederbegrünung mit Geotextilien aus Jute und Kokosfasern

Geotextilien aus Naturfaser helfen der Natur, sich selbst gegen Erosion zu schützen, fördern eine rasche Begrünung, verrotten rückstandfrei und dienen als zusätzlicher Dünger.

Was sind Geotextilien?
Geotextilien sind wasserdurchlässige, flächenhaft gefertigte, textile Baustoffe in Form von Vliesstoff, Gewebe oder Verbundstoff.

Je nach Verwendungszweck werden Geotextilien aus Kokos , Jute, Ramie, Hanf oder aus Polypropylen mit den entsprechenden Maschenweiten verwendet;

Als Befestigung dienen Steckhölzer, Pfähle, Durchmesser 2-3 cm, Länge 20-30 cm , Armierungseisen, Eisenbügel , Durchmesser 12-16 mm, Länge 30-40 cm.
 

Vorteile von Geotextilien aus Naturfasern

Geotextilien aus Naturfasern...

  • bewirken einen sofortigen Oberflächenschutz; das Gewebe muss nur so lange halten bis die Vegetation die Stabilisierung der Böschung übernimmt; verrotten anschliessend vollständig und rückstandfrei
  • besitzen ein gutes Wasseraufnahmevermögen und eine langsame Wasserabgabe. Dadurch wird die Begrünung gefördert und ein Austrocknen des Bodens vermieden.
  • gleichen Temperaturschwankungen aus und begünstigen die Keimung der Aussaat
  • sind elastisch und können durchwachsen werden, sind für Tiere durchgängig, da sich die Maschen anpassen.
  • sind wasserdurchlässig und verhindern Wasserrückstau.
  • verhindern Steinschlag und das Ausschwemmen loser Erde und das Abschwemmen der Aussaat
  • sind leicht anzuwenden und haben eine planbare, begrenzte Lebensdauer : Jute 1-4 Jahre, Kokos 3-8 Jahre

Anwendungsbereiche:

Neubepflanzung steiler Hänge, Strassenböschungen, instabile Felsflächen, Seeufer, Flussufer, zeitweiliger Hochwasserschutz.

Geotextilien aus Jute:
Verwendung bei

  • Hangneigungen unter 45 Grad
  • nichtexponierten Hängen (mässige Niederschläge und Windgeschwindigkeiten)
  • günstigen Wachstumsbedingungen

Verrottet innert 1-5 Jahren

Geotextilien aus Kokosfasern:
Verwendung bei

  • Hangneigungen über 30 Grad
  • exponierten Hängen (starke Wasser- und Winderosion)
  • langsamen Wachstumsbedingungen

Verrottet innert 4-8 Jahren